Caricatures

Publikationsdesign und Grafik Design zur (sehr empfehlenswerten) Ausstellung »Caricatures — Spott und Humor in Frankreich von 1700 bis in die Gegenwart«, die vom 09.07.2016 bis zum 06.11.2016 in Hannover im Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst gezeigt wird. Es entstanden ein 28-seitiges Programmheft, drei Einladungskarten, das Ausstellungsplakat, Fassadenbanner sowie ein Hinweisschild. Graphic Design for exibition of french caricature in past and present — poster, program booklet, invitation card, banners and more.

Art Direction, Graphic Design, Editorial Design
Programmheft für die Ausstellung »Caricatures« im Museum 
Wilhelm Busch — Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Programmheft (Innenseiten, Rückseite)

Einladungskarten zur Ausstellung »Caricatures«

Plakat zur Ausstellung »Caricatures«


Zur Ausstellung
Caricatures — Spott und Humor in Frankreich
von 1700 bis in die Gegenwart

Eine Ausstellung vom 09.07. bis 06.11.2016 im Museum Wilhelm Busch — Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover
Die Geschichte der französischen Karikatur zeigt eindrucksvoll, welch wichtige Rolle die Bildsatire in den vergangenen Jahrhunderten im Kampf um Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit gespielt hat: Immer wieder haben sich Künstler mit ihren Zeichnungen gegen die bestehende Ordnung aufgelehnt und mit frechem Witz an Scheinfassaden von Staat und Gesellschaft gekratzt. Verbote, aber auch drastische Strafen waren über lange Zeit die Folge. Diese lange französische Tradition des Widerstands bewusst zu machen, ist Ziel der Ausstellung »Caricatures«.

Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts deckt Jacques Callot in seinen Grafikfolgen soziale Missstände auf und zeigt Menschen am Rand der Gesellschaft. Um 1800 wird die Karikatur zu einer politischen Waffe und Napoleon zur beliebtesten Zielscheibe. Parallel erfreut sich die Gesellschaftssatire mit unterhaltsamen Serien zu Mode, Sitten und Gebräuchen großer Beliebtheit. Mit »La Caricature« und »Le Charivari« läutet Frankreich um 1830 die Epoche der satirischen Zeitschriften ein. Künstler wie Grandville und vor allem Honoré Daumier karikieren die Gesellschaft und – soweit es in den Grenzen der Zensur möglich ist – die Politik und ihre Repräsentanten.

In der Tradition von Künstlern wie Honoré Daumier stehen heute die Zeichner von »Charlie Hebdo« mit ihren politischen und gesellschaftskritischen Blättern. Doch die französische Karikatur hat auch im 20. und 21. Jahrhundert viele Facetten: Sie reicht von Albert Dubouts vergnüglichen Katastrophen bis zur frechen, subversiven Komik eines Tomi Ungerer, sie kennt den stillen, heiter-melancholischen Humor eines Jean-Jacques Sempé oder die unterhaltsamen Gesellschaftssatiren einer Claire Bretécher. 

Über 190 Werke aus fünf Jahrhunderten wurden für die Ausstellung »Caricatures« ausgewählt. Sie markieren historisch bedeutsame Entwicklungen und geben zugleich
Aufschluss über die künstlerische Qualität der französischen Karikatur. Die Exponate stammen zum überwiegenden Teil aus der Sammlung des Museums Wilhelm Busch. Ergänzt wird die Auswahl durch Leihgaben von Künstlern und aus Privatbesitz.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB, und des Botschafters der Französischen Republik in Deutschland, S. E. Philippe Etienne.

Weitere Projekte für das Museum Wilhelm Busch — Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst: Ausstellungsreklame die parallele Kabinettausstellung Leibnix — Das Universalgenie in Alltag und Comic (bis 30.10.2016) sowie die Einladungskarte zum Familienfest »Vive la France« zum französischen Nationalfeiertag.

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